Die Sucht des Suchens

geocaching ist ein möchtegernsport in dem es darum geht mit einem gps gerät wie bekloppt durch die wallachei zu latschen und tupperdosen zu suchen, die viel zu offensichtlich an fast jedem mülleimer kleben.

jeder geocacher kann dosen suchen und selbst verstecken. gern gewählte verstecke sind orte die einfach zu erreichen sind wie: wüsten, urwälder, tiefseegräben oder der weltraum. sollte man mal nicht die möglichkeit haben ein wirklich schönes plätzchen zu finden, kann man auch auf altbewährtes wie: autobahnen, zuggleise, strommasten etc... zurückgreifen. wichtig beim verstecken ist nicht nur die dose, sondern auch der inhalt. neben einem meist total durchnässten logbuch legt man das rein, was keine sau braucht. ü-ei-figuren, alte tempotaschentücher, oma topflappen und sonst so ein zeug.

das finden der caches geht ganz einfach. nachdem man die koordinaten aus dem all aufs gps gebeamt hat, läuft man los. eine karte, so genau wie die wettervorhersage für in 3 wochen, führt dich ans ziel. das mit der genauigkeit ist auch kein problem, da die meisten caches sowiso mindestens 50m off liegen. am ziel angekommen zieht man sich am besten gummihandschuhe an und wühlt in jedem hundebollen, jeder mülltüte, oder vermoderten baumstumpf rum, bis irgendeiner ruft: Pfund!

jetzt kommt der schönste part des cachens: der papita drückt selbstzufrieden und mit einem fetten grinsen seinen stempel ins logbuch, während sich der rest der familie um oben genannte wertvolle gegenstände die köpfe einhauen. manchmal hat man glück und es liegt ein tb oder coin in der dose, den man für irgend so ne hanswurst von a nach b transportiert - cacher sind sehr sozial!

ein offensichtlich schwieriger teil des cachens ist das zurück verstecken. hier gilt die regel: je besser, desto besser. schließlich soll der owner bei der wartung auch seinen spass haben.

zuhause angekommen werden die dosen via internet geloggt. dabei beschreibt der finder zuerst seine herkunft seinen social background und die geschichte wie er zum cachen gelangt ist. dann wird berichtet, wie er auf die idee kam, gerade diesen cache zu suchen und unter welchen wiedrigen umständen er dann tatsäclich bis zum log vorgedrungen ist. alles in allem klingt das dann ungefähr so: TFTC, THX fifth sense.

das war eigentlich alles, was es zum cachen zu erzählen gibt - ein tip noch:

probiert´s aus!